Performancekennzahlen
Eines der interessantesten Themen ist natürlich der "Backtest", so nennt man den Test eines Handelssystems mit historischen Daten. Dieser gibt Aufschluß darüber, ob ein Handelssystem performant und robust ist. Um dies zu beurteilen, genügt eine Kenngröße allein nicht. Es gibt eine Reihe von weiteren Kenngrößen, mit denen ein Handelssystem bewertet wird. Ein Auszug eines Backtests mit bp tradingstation ergab beispielsweise folgendes Ergebnis:
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Performance System
In erster Linie interessiert natürlich der mit dem System erzielte Gewinn und vergleicht diesen mit dem Wert den man beim Halten der Position über den gesamten Zeitraum erzielt hätte. Im Beispiel erreicht man beim Halten 3770 Punkte, mit dem System 9747 Punkte.
Profitfaktor
Der wichtigste Indikator für die Performance eines Systems ist der Profitfaktor.
Er drückt aus, in welchem Verhältnis die Gewinntrades zu den Verlusttrades
stehen und zwar in Bezug auf Anzahl der Trades als auch im durchschnittlichen
Wert. Er berechnet sich wie folgt:
Profitfaktor = (Anzahl Gewinntrades / Anzahl Verlusttrades) * (Durchschnittlicher
Gewinn / Durchschnittlicher Verlust)
Anzahl Trades
Wie der Name bereits aussagt ermittelt diese Kennzahl die maximale Anzahl aller Trades. Dies ist in Bezug auf die Gebühren sehr wichtig. Jeder Trade kostet Gebühren. Eine große Anzahl an Trades kann sich bei hohen Gebühren negativ auf das Ergebnis auswirken.
Gewinntrades in % / Verlusttrades in %
Diese Kenngröße sagt nichts über die Gewinnmöglichkeiten eines Systems aus. Denn man kann mit einem System mit lediglich 30% Gewinntrades auch erfolgreich sein. In Summe müssen hier die Gewinne halt größer sein, als die Verluste der 70% Verlusttrades. Man muß aber hier die Praxis sehen: Man tut sich unglaublich schwer ein System zu traden, das viele Verlusttrades generiert. Dies erfordert eine ausserordentlich hohe Disziplin, über die die meisten Börsianer nicht verfügen. Also tut man sich mit Systemen leichter, deren prozentuale Gewinntrades hoch sind.
Maximale Verlusttrades in Folge
Wie auch im vorigen Abschnitt spielt diese Kenngröße eine große Rolle bei der praktischen Umsetzung. Psychologie ist das Zauberwort. Will man ein System nachtraden, das beispielsweise im Backtest maximal 10 Verlusttrades in Folge aufweist, dann hört sich diese Zahl auf dem Papier relativ harmlos an. Sie bringt einen jedoch in der Praxis erheblich ins Schwitzen. Nach mehr als 5 Verlusttrades beginnt man langsam am Systemansatz zu zweifeln und neigt dazu, das System abzubrechen oder wieder die Handelsregeln zu optimieren.
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