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Stoppstrategie

Zusätzlich zu den regulären Verkaufsregeln sind verschiedene Stoppszenarien von Vorteil. Bei einem Stopp wird der Verkauf ausgelöst, sobald der Kurs eine bestimmte Kursschwelle unterschreitet. Es wird also nicht zum Schlusskurs verkauft, sondern "intraday". Stopps sind extrem wichtig und können verschiedene Ziele haben. Zum einen sollen sie größere Verluste verhindern, zum anderen aber auch Gewinne sichern. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Stoppvarianten.


Verluststopp

Der Verluststopp soll den Verlust auf einen maximalen Wert begrenzen. Verkauft wird die Position falls der Kursverlust größer wird als der eingestellte Wert. Eine Wert von 2,5% bedeutet: Sollte der Kursverlust an einem beliebigen Tag nach dem Kauf größer als 2,5% betragen, so wird die Position automatisch ausgestoppt. Wird die Position im Laufe des Tages ausgestoppt, ist der Verkaufskurs exakt 2,5% kleiner als der Kaufkurs. Wird die Position bereits mit dem Eröffnungskurs ausgestoppt, dann wird zum Eröffnungskurs verkauft. In der Praxis erweist sich der Verluststopp als schwieriger Kandidat. Wählt man den Wert zu klein, wird man meist zu häufig ausgestoppt, ist der Wert zu groß, kann man unter Umständen zu viel Kapital verlieren.


Break-Even-Stopp

Dieser Stopp kann auch als Mini-Gewinnsicherungs-Stopp bezeichnet werden. Erreicht der Gewinn einen bestimmten Wert, wird ein Stopp-Loss knapp über dem Kaufkurs gesetzt. Dies erhöht die Anzahl der postiven Trades, was sich sehr positiv auf die Psyche des Traders auswirken kann. Man darf dies nicht unterschätzen. Nach vielen Verlusttrades in Folge verlieren viele die Nerven und schmeißen den grundlegenden Handelsansatz wieder über den Haufen, obwohl einem bewußt ist, daß Verlusttrades zum Traden dazugehören. Deshalb sind Gewinnsicherungsstopps extrem wichtig. Man könnte sich z.B. folgenden Stopp vorstellen: Erreicht der Gewinn 1%, so wird der Stopp-Kurs auf 0,1% oberhalb des Kaufkurses gesetzt. Sollte der Kurs nun in den kommenden Tagen wieder einbrechen, hat man wenigstens 0,1% Gewinn gemacht - immer noch besser als wieder einen Verlust einzufahren.


Trailing-Stopp

Der Trailing-Stopp ist die interessanteste aber auch die schwierigste Variante. Der Stoppkurs wird hier nicht auf einen festen Wert eingestellt, sondern Tag für Tag nachgezogen - natürlich in einem gewissen Abstand zum Kursverlauf. Und genau hier steckt das "Problem". Ist der Abstand sehr gering, so besteht die Gefahr, dass man bei kurzzeitigen extremen Kursschwankungen ausgestoppt wird, während der Kurs wieder nach oben dreht und davonläuft. Wählt man den Abstand zu groß, wird man zu spät ausgestoppt und der Gewinn könnte zu stark schrumpfen. Das macht die Sache mit dem Trailingstopp eben so schwierig. Hier gilt es zu experimentieren und Erfahrungswerte einfliessen zu lassen.


Zeitstopp

Eine weitere Variante stellt der Zeitstopp dar. Die grundlegende Idee ist sehr einfach: Fehlt es der Aktie an Dynamik, kommt der Aktienkurs häufig wieder zurück oder gerät sogar in die Verlustzone. Dies kann mit dem Zeitstopp verhindert werden. Man wählt also einen gewissen Zeitraum nach dem Kauf und verkauft, falls sich der Kurs dann unterhalb einer gewünschten Marke befindet. Also z.B. wenn nach dem 10ten Tag des Kaufes der Kursgewinn kleiner ist als 0,5%.