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Trendfolgende Handelsansätze

Der beliebteste Handelsansatz stützt sich auf die alte Börsenweisheit "The trend is your friend". Man steigt also in Aktien ein, die einen starken Trend aufweisen und bleibt so lange investiert bis der Trend bricht. Das hört sich natürlich viel einfacher an, als es in der Praxis umzusetzen ist. Die Schwierigkeit besteht darin, den Trend und die Trendstärke aus dem Kursverlauf herauszufiltern und in das Handelssystem zu integrieren. Dazu gibt es entsprechende Indikatoren. Eine weitere Schwierigkeit ist das Timing. Wartet man bis der Trend gut und klar etabliert ist, besteht die Gefahr, daß man zu spät einsteigt und der Trend dreht. Dieses Risiko hat man hier immer. Der Vorteil dieses Ansatzes ist allerdings, daß sich Trends oft lange halten, sich mit der Zeit sogar verstärken. Bleibt man hier investiert, kann man gutes Geld verdienen.

Aus der Vielzahl möglicher terndfolgender Ansätze sollen hier exemplarisch die wichtigsten vorgestellt werden:


SMA1 kreuzt SMA2

Ein beliebter Ansatz besteht darin, zwei gleitende Durchschnitte zu betrachten. Schneidet der kurzfristige den lämgerfristigen von unten nach oben entsteht ein Kaufsignal. Das Beispiel zeigt den einen Chart mit SMA(5) und SMA(40).


3 Gleitende Durchschnitte

Man kann den Ansatz mit zwei gleitenden Durchschnitten noch erweitern, indem man einen weiteren gleitenden Durchschnitt heranzieht. Idealerweise entsteht ein positiver Trend, wenn die beiden kurzfristigen oberhalb dem langfrsitigen SMA liegen und gleichzeitig der kleinste SMA oberhalb dem mittleren. Mit einer einfachen Formel, die den Abstand der beiden kleinsten gleitenden Durchschnitte zum langfristigen bildet kann mann am Chart sehr gut den Trendverlauf erkennen. Werte >0 deuten auf einen positiven Trend hin, negative Werte weisen auf einen negativen Trend hin.

 

MACD kreuzt Nullinie

Der Indikator MACD kann auch als Trendfolgeindikator eingesetzt werden. Sobald die Nullinie von unten nach oben gekreuzt wird, entsteht ein Kaufsignal.


Positives Momentum

Das Momentum kann ebenso zum Einstieg in einen Trend herangezogen werden. Im folgenden Beispiel ist das Momentum auf 60 Tage eingestellt. Man erkennt zwei Einstiegszeitpunkte: Ende Juli 2006 und ein weiteres Einstiegssignal im Februar 2007.


Trendstärke mit ADX

Der Indikator ADX bewertet die Trendstärke. Werte unter 15 können als schwachen Trend interpretiert werden. Der folgende Chart zeigt dies sehr deutlich. In der Zeit bis Ende 2006 kristalliert sich kein eindeutiger Trend heraus. Erst ab 2007 bewegt sich die Aktie kontinuierlich nach oben und entwickelt einen positiven und starken Trend. ADX kann in Handelssystemen als Filter eingesetzt werden. Der Einstieg erfolgt dann erst, wenn der Trend eine gewisse Stärke erreicht hat.